Hausarztspezialistin für Sportmedizin, Palliativmedizin, Altersleiden und Psychosomatik

Rückenschmerzen

Gemeinsam zur richtigen Diagnose:

Meist bestehen mehrere Ursachen, da beginnt die Schwierigkeit. Denn auf Grund der Komplexität von Beschwerden im Rückgrat lassen sich Schmerzen bei 85% der Menschen auf kein spezifisches Problem zurückführen. Ein Netzwerk von Allgemeinmedizinern, Orthopäden, Sportmedizinern, Neurologen, Neurochirurgen, Radiologen, Psychotherapeuten und Psychologen wird benötigt, um wirbelsäulenbedingte Schmerzursachen und bedrohliche Erkrankungen wie Tumore oder Rheuma auszuschließen. Die Ergebnisse sollten gemeinsam besprochen werden, um Diagnose und Behandlung zu optimieren. Wenn organische Schmerzursachen ausgeschlossen wurden, steht die Behandlung funktioneller Schmerzen im Fokus. Dabei liegt der Auslöser nicht im Organismus selber, sondern in Stress- und Konfliktsituationen oder traumatischen Erlebnissen. Ziel jeder Behandlung ist das Risiko der Schmerzchronifizierung zu minimieren, indem Menschen möglichst schnell aktiv an ihrer Genesung mitarbeiten. Das gilt auch für die Auswahl der Behandlungsmaßnahmen, so entsteht eine natürliche Motivation und der Erfolg wird realistischer. Wichtig für den möglichen Behandlungsfortschritt ist auch die Definition persönlicher Ziele, etwa die Wiederaufnahme einer Sportart und auch einer normalen körperlichen Belastbarkeit in Arbeitssituationen. Für das Üben von Alltagsbelastungen gilt das Motto "trainiere das, was schwerfällt!"

Welche Anzeichen gibt es für chronische Verläufe?
Unzufriedenheit, ungünstige Körperhaltung am Arbeitsplatz, längere Arbeitsunfähigkeit und erhöhtes Schmerzerleben. Ca. 3,25 Millionen Menschen in Deutschland leiden an chronischem Schmerz, dagegen können wir alle aktiv sein - meine Praxis sieht diesen Schwerpunkt als eine Herausforderung!

(Quellen: Zeitschrift "der niedergelassene arzt" 5/2016; "Schmerzmedizin" 2016,32(3))