Besonders für Menschen mit:
Verschleißleiden an Wirbelsäule und Gelenken
fortgeschrittenen lebensverkürzenden Erkrankungen
seelisch bedingten Körperbeschwerden

Hausarztspezialistin für Sportmedizin, Palliativmedizin, Altersleiden und Psychosomatik

Kopfschmerzen

Kopfschmerzarten

Migräne, Spannungskopfschmerzen, Clusterkopfschmerz, Kopfschmerzen mit Gefäß- oder neurologischen Ursachen.

Migränekopfschmerz

8-12% der Erwachsenen sind betroffenen, sie sind während einer Attacke nicht in der Lage, ihre Aufgaben im Haushalt, Beruf oder Studium zu erfüllen. Diese Erkrankung beginnt häufig in der Pubertät und ist nicht heilbar.

Ursache

Erweiterung und Entzündung von Gefäßen der Hirnhaut, wodurch gefäßumgebende Nervenfasern gereizt werden und Schmerzsignale aussenden.

Schnelltest

Wenn Sie mindestens 2 Fragen mit "JA" beantworten, sollten Sie zur Klärung zum Arzt gehen!

  • Werden Ihre Kopfschmerzen häufig von Übelkeit begleitet?
  • Reagieren Sie während einer Attacke empfindlich auf Licht?
  • Werden Sie durch den Schmerz so beeinträchtigt, dass Sie nicht arbeiten können?

Migräneauslöser / Trigger

Unregelmäßige Mahlzeiten, Nackenschmerzen, Wetter, Verschiebungen des Schlaf-Wach-Rhythmus, Menstruation, Lichtreize, Alkohol, Stress, Parfüm / Gerüche.

Migränephasen

  • Vorläuferphase: Es bestehen noch keine Schmerzen, individuelle Symptome stellen sich ein (z.B. Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Gähnen, depressive Verstimmung, Reizbarkeit). Der Migränekranke erkennt schnell diesen Zusammenhang und hat dadurch die Chance, früh auf die beginnende Attacke zu reagieren.
  • Auraphase: Fast immer gibt es visuelle Symptome, z.B. Flimmern, Blitze vor den Augen, Farbsinnstörungen und häufig sind auch Sensibilitätsstörungen und Missempfinden. Danach folgt immer der Schmerz.
  • Schmerzphase: Schmerzstärke ist unterschiedlich, meist pulsierend oder pochend, einseitig. Die Seite kann wechseln, selten beidseitiger Schmerz. Begleitet wird der Schmerz von vegetativen Symptomen, z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Zittern, Schweißausbruch, erhöhtes Harnvolumen.
  • Schlafphase: Manche Patienten schlafen am Ende einer Migräneattacke, danach besteht meist Kopfschmerzbesserung.

Migränevorsorge

Legen Sie sich einen Migränekalender an; regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus; Vermeiden von "Triggern"; Verzicht auf Temperaturschwankungen / Sauna; Minimieren von Stressoren: kein Hetzen in den Urlaub, keine zu hohen Selbstansprüche, Üben Sie "Nein" sagen, geregelte Tagesstruktur mit Pausen, üben Sie Lebensfreude! Ausdauersport (3x30 Minuten wöchentlich), sprechen Sie mich an zur Trainingsberatung; Entspannungsmethoden, dazu dienen Stressbewältigung und Zeitplanungstechniken, beispielsweise Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen.

Migränebehandlung

  • Verschreibungspflichtige Medikamente gegen Übelkeit/Erbrechen;
  • Rezeptfreie Medikamente gegen Schmerzen (z.B. Aspirin 500mg Tablette oder Ibuprofen 600 bis 800mg Tablette);
  • Bei schweren Attacken rezeptflichtige Triptane möglichst frühzeitig einnehmen! Es gibt sie in unterschiedlichen Wirkstärken, Wirkdauer und Wirkeintritt. Sie greifen an der Migräneursache an, führen zum Zusammenziehen der erweiterten Gefäße und hemmen die Freisetzung gefäßaktiver Stoffe.

Sollte nach der Medikamenteneinnahme nach 2 Stunden keine Besserung eingetreten sein, ist die bisherige Behandlung nicht ausreichend und Sie sollten den Arzt konsultieren.

Spannungskopfschmerzen

Sind wiederkehrende Kopfschmerzen, eher dumpf, drückend empfunden, meistens beidseits. Sie verstärken sich nicht durch Bewegung, es besteht keine Übelkeit, selten Licht- oder Lärmempfindlichkeit.

Ursachen

Verkürzung der Schulter-Nackenmuskulatur infolge verschiedener Ursachen.

Behandlung

Muskeldehnung, Entspannung durch Progressive Beübung nach Jacobsen, Vermeidung gleicher Bewegungsabläufe, regelmäßiger Ausdauersport, Stressbewältigung.

Clusterkopfschmerz

Stärkster, sehr belastender Schmerz, streng einseitig auftretend, meist nachts, die Schmerzattacken sind geclustert (mehrfach hintereinander) und dauern ca. 15 Minuten bis 2 Stunden an. Meist tränen dabei die Augen, Nase läuft, man schwitzt.

Behandlung

Die Behandlung erfolgt meist im Krankenhaus.