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Beugen Sie jedes Jahr mit einer Grippeimpfung vor!

Seit einigen Jahren zirkulieren in der Grippesaison außer 2 Influenza-A-Virusstämmen auch 2 B-Stämme. Die herkömmlichen 3-fach Impfstoffe mit nur einer B-Komponente schützen daher nicht mehr optimal. Deshalb gibt es in der Grippesaison 2018/19 einen vierfach Grippeimpfstoff!

Wer profitiert von der Grippeimpfung?


  • alle Menschen ab 60 Jahre und die zu häufigen Infektionen der oberen Luftwege neigen
  • alle Menschen, die an chronischen Erkrankungen leiden, besonders Menschen mit COPD, Asthma bronchiale, koronarer Herzerkrankung (KHK), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck, neurologischen Erkrankungen (M. Parkinson, ALS, MS), psychiatrischen Erkrankungen (Depression, Psychose, Manie etc.)
  • alle Menschen, die keine Milz mehr besitzen
  • alle Menschen, die im Gesundheitswesen und anderen sozialen Einrichtungen arbeiten und häufigen Kontakt zu andern Menschen haben, da die Infektion durch Einatmung erfolgt
  • Fernreisende, da Influenza die häufigste Infektionskrankheit auf Fernreisen ist (auf Kreuzfahrtschiffen, Bus-, Bahn- oder Flugreisen) und Pilgerreisende
  • Besucher von Großveranstaltungen
  • Menschen mit unterdrückter Immunabwehr, sowohl bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen (Rheuma, MS, ALS etc.), HIV, nach allogener Stammzelltransplantation, bösartigen Erkrankungen (Krebserkrankungen) als auch bei Patienten mit medikamentöser Immunabwehrunterdückung (Suppression). Untersuchungsergebnisse dieser Risikogruppen zeigen, dass es keine Sicherheitsbedenken gegen eine Impfung wegen einer möglichen Aktivierung krankmachender Immunprozesse gibt.

(Quelle: Ärztliches Journal "Reise und Medizin" 8/2016)


Greifen Sie nicht vorschnell zu Antibiotika, denn


  • die meisten Infektionen der oberen Luftwege und die echte Grippe werden durch Viren verursacht. Da helfen keine Antibiotika. Bei der Erkältung pfropfen sich aber oft Bakterien auf, da helfen dann Antibiotika, verringern die Keimzahl, senken die Entzündungszeichen und damit das Fieber.
  • wer Antibiotika einnimmt, ist anfangs genauso ansteckend wie ohne, aber sie verkürzen die Ansteckungszeit.
  • auch wenn Antibiotika anfangs das Immunsystem entlasten, vernichten sie immer auch schützende Darmbakterien, die 80% des Immunsystems ausmachen. Besonders gefährdet sind alte Menschen, die dadurch langanhaltende Durchfälle erleiden.
  • jeder Infekt, ohne Antibiotika durchlebt, stärkt das Immunsystem für die nächste Erregerattacke.
  • Verkürzt man selber die Antibiotikaeinnahmezeit, kann es zu Rückfällen kommen und dann wirken sie nicht mehr.
  • Alkohol beeinflusst die Antibiotikawirkung. Milchprodukte hemmen ihre Aufnahme und die Haut reagiert sensibler auf UV-Strahlung.
  • Antibiotikaresistenz ist die Unempfindsamkeit vom Wirkstoff gegen Erreger, da diese sich den Antibiotika durch Veränderung angepasst haben, weshalb sie wirkungslos werden. Das Problem nimmt weltweit zu!
  • Durch Antibiotikaeinsatz kann eine Laktoseintoleranz entstehen, die aber nach Tagen oder einigen Wochen alleine ausheilt.
  • Die Hormonaufnahme im Darm wird durch Antibiotika gestört, da die Leber mit dem Abbau des Antibiotikums beschäftigt ist und die Hormone nicht ausreichend verarbeitet werden.

(Quelle: Zeitschrift "Für Sie" 22.9.2016)